Sonntag, 23. November 2008
"Du, was ist eigentlich Gang Bang?"
Von Jenny Hoch

Kinder wachsen heute fast selbstverständlich mit Pornobildern und erotischen Darstellungen auf. Viele Eltern reagieren panisch auf die immer frühere Sexualisierung und fragen, wie eine kindgerechte Aufklärung aussehen soll.

http://www.spiegel.de/spiegelspecial/0,1518,590843,00.html

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VERNETZTE FLORA
Diese Topfpflanzen bloggen
Technikspielzeug Blumenbeet: Pflanzen erinnern via Twitter-Botschaft ans Gießen, ein Sensorsystem ersetzt den grünen Daumen und das Robotergewächs "Pekoppa" sogar die Pflanze selbst.

Mit dem Bausatz Botanicalls kann jeder technikaffine Pflanzenfreund seine Heimflora vernetzen: Das etwa hundert Dollar teure "Pflanzen-Twitter-Kit" besteht in erster Linie aus einer Platine in Blattform. Der "Stengel" des High-Tech-Blatts wird von zwei Sensor-Drähten gebildet, über die auch die Bodenfeuchtigkeit gemessen wird.
Wenn man das Platinen-Blatt erfolgreich im Blumentopf installiert und mit dem Netz verbunden hat, muss die Pflanze nur noch beim Mikro-Blogging-Dienst Twitter angemeldet werden. Danach kann man via Twitter kontrollieren, ob die Pflanze noch ausreichend Wasser hat, bei akuter Trockenheit "meldet" sich das Gewächs aber auch automatisch mit einer entsprechenden Twitter-Botschaft.

Einer weiteren Verbreitung twitternder Topfpflanzen steht allerdings entgegen, dass zur Montage des Sets auch das Setzen einiger Lötstellen gehört. Dass die Medienkünstler das Set relativ günstig anbieten können, ist trotzdem bemerkenswert. Möglich wird dies durch die offene Entwicklungsplattform Arduino, die aus Hard- und Software-Komponenten besteht und die Realisierung von Prototypen und Kleinstserien drastisch vereinfacht.

Die Konstrukteure des Bausatzes haben vor rund zwei Jahren das Projekt Botanicalls zur "Verbesserung der Kommunikation zwischen Pflanze und Mensch" vorgestellt. Um die florale Telekommunikation anzukurbeln, hatten drei New Yorker Medienkünstler Topfpflanzen mit Sensoren und Internet-Zugang ausgestattet. Damit können die wichtigsten Parameter der Pflanzenbefindlichkeit erfasst und via Web, E-Mail oder Handy zur Verfügung gestellt werden. Der abwesende Besitzer kann sein Gewächs "anrufen", um sich nach dessen Zustand zu erkundigen oder beispielsweise per SMS ans Gießen erinnert werden. Botanicalls wurde von Kate Hartman, Kati London, Rebecca Bray und Rob Faludi im Rahmen des "Interactive Telecommunications Program" der New York University entwickelt. Und nachdem das Projekt auf unerwartet große Resonanz stieß, wurde es nicht, wie ursprünglich geplant, nach einem halben Jahr beendet, sondern stetig weiterentwickelt.

Jenseits der Bastelhürden liegt Botanicalls unterdessen voll im Gartentrend. Die Digitalisierung macht nämlich nicht einmal vor Blumentopf und Staudenbeet halt, wie das Beispiel des Sensorsystems EasyBloom zeigt. Das Gerät sieht aus wie eine ziemlich plump geratene Plastikblume (in den USA für rund 60 Dollar im Handel erhältlich).
EasyBloom wird zunächst für 24 Stunden in die zu bepflanzende Erde gesteckt. Anschließend wird es via USB mit einem Rechner verbunden, damit die gesammelten Daten von der EasyBloom-Software ausgewertet werden können. Als Ergebnis erhält man eine Liste mit Pflanzen, die auf dem getesteten Boden gedeihen.
Angesichts der Topfpflanzen im Handynetz oder der digitalen Krücke für grüne Daumen drängt sich allerdings die Frage auf, ob Pflanzen beim digitalen Gärtnern überhaupt noch eine relevante Rolle spielen.
Die japanische Antwort auf diese Frage heißt Pekoppa, die Robotertopfpflanze. Im Vergleich zu den biologischen Vorbildern glänzt Pekoppa vor allem durch eindeutige Reaktionen auf menschliche Ansprache. Je nach dem Tonfall wiegt das Robo-Gewächs seine Blätter und manchmal vollführt es sogar eine bestätigende Verbeugung

gefunden unter:
http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,591785,00.html

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Donnerstag, 20. November 2008
Kleines Einmaleins der Filmkritik
Folgenden Text habe ich unter Zeit Online gefunden. Anlässlich der Vorlesung zum Web2.0 empfand ich dies als sehr passend und interessant:

http://www.zeit.de/online/2008/47/Filmkritik-heute?page=1

Der Filmemacher Christoph Hochhäusler über die Möglichkeiten und Grenzen des Schreibens über Film im Internet. Ein Essay

Ein Rauschen umgibt uns. Ein geduldiger Teppich des Lärms, unter den wir die Welt kehren. Nur was spitz
ist, oder nah genug, uns zu treffen, darf hoffen, den Filz des Alltags zu durchstechen. Gemeint sind die
Medien, das "Lagerfeuer unserer Zeit". Bilder, Töne, Geschichten, Text. Nachrichten, die auf uns zukommen brandheiß oder abgekühlt und zugeschnitten für die "Zielgruppe".
Die Frage ist: Helfen sie uns, die Welt zu verstehen? Erreichen sie uns noch, außer als Geräusch?
Hinter jeder medialen Inszenierung muss die Frage stehen: Was ist wirklich? Hinter jedem Lesen:
Wahrnehmen. Dieses höchste der Gefühle aber ist per se Ausnahme, Unterbrechung, Erwachen.
Die Regel heißt Routine. Profis machen, was sie am besten können: Abschreiben. Zum Beispiel von der
Agenturmeldung. Von Google. Von Walter Benjamin. Aus dem Kulturkalender. Neuer Lack drüber und
fertig. Das geht ruck, zuck. Muss es auch.
Es entsteht der Eindruck oberflächlicher Information. Verknüpfungen, die nicht unbedingt falsch sind, aber
geschickt von der Tatsache ablenken, dass der Autor nicht weiß, was er sagen möchte. Der Autor füllt nur
noch einen vorher festgelegten Platz mit Worten aus. Zeilengeld. Ein Beitrag zum Grundrauschen.
Geschäftsmäßig.
Die Routine der Leser, Nutzer, Zuschauer ist nicht weniger ledern. Meistens filtern wir mit halbem Ohr das, was sich sozial verwerten lässt. Mitreden. Soziales Schmiermittel. Ballaststoffe. Austauschbar.
Seit ein paar Jahren gibt es Netzöffentlichkeit, in der sich - so das Vorurteil - schlampig schreiben und
schlampig lesen ideal ergänzen. Zahlenmäßig haben die Blogger, Fans, Exhibitionisten, die Selbstberufenen
und Ehrenamtlichen die alten Profis längst abgehängt. Das Netzvolk produziert tausendmal mehr content als
die bezahlten Schreiber womöglich mehr, als alles, was je geschrieben wurde zusammen genommen.
Was daraus folgt, ist unklar. Es fehlt nicht an Voraussagen. Vom "Untergang des Abendlandes" bis "Frieden auf Erden" ist alles dabei. Aber als gestern noch heute war, haben wir uns auch schon über das Morgen getäuscht. Lassen wir also das Spekulieren und verengen den Ausschnitt.
Ohne Auftrag schreiben
Ich bin Filmemacher, der durstig auf dem langen Weg zwischen Film und Film 2006 angefangen hat, einen
Blog zu betreiben. Parallelfilm heißt es. Ich notiere mir Gedanken, Ideen, berichte von meiner Arbeit und von
Aktivitäten anderer. Das alles ohne Zwang, ohne Regelmäßigkeit und ohne ein klares Bewusstsein von einem Gegenüber. Manchmal kommt es zu Berührungen, ein Eintrag zieht Kreise, jedes Mal unerwartet eigentlich.
Wenn sich nach besonders schönen Einträgen niemand rührt, schmolle ich und mache lange nichts.
Selten nur schreibe ich über einzelne Filme. Ich bin kein Kritiker und will nicht in das Fahrwasser des
Urteilens kommen. Außerdem gibt es automatisch eine größere Sorgfaltspflicht, wenn man über die Arbeit der
Kollegen schreibt. Das heißt, eine Kritik würde in Arbeit ausarten. Anfang, Mitte, Ende, Hand und Fuß während man in einer Anmerkung, einem Gedanken, einer Beobachtung in 3 bis 30 Zeilen sehr viel mehr
offen lassen kann. Ich glaube, so geht es vielen, die "ohne Auftrag" schreiben.
Weil man spürt, dass das Mitteilungsbedürfnis in den meisten Blogs unberührt von kommerziellen Absichten
ist, empfinden viele Leser diese munter sprudelnden Quellen des Wissens, der Meinung und Beobachtung als Erfrischung. Wer mitsprechen möchte, muss keine Leserbriefe schreiben, die womöglich nie gedruckt werden, sondern kann sofort in gleicher Münze zurückschreiben, widersprechen, sich einmischen.
Das führt zu einer Menge Unkraut, das Tag für Tag gejätet sein will, wenn man zu den wilden Erdbeeren
möchte. Aber so ist in den letzten Jahren eine neue Blüte diskursiver Cinephilie entstanden, ein Netzwerk
Interessierter, die sich zwar nicht unbedingt persönlich kennen, aber mit ihren Kenntnissen solidarisch umgehen.
Ich lese mehr oder weniger jeden Tag in Blogs und möchte es auch nicht mehr missen. Natürlich bleibt das nicht ohne Konsequenz für meinen Zeitungskonsum. Ich lese insgesamt weniger auf Papier, selektiver und kritischer.
Viele "Neuigkeiten" der Tageszeitungen haben durch den Vorsprung der Gerüchtebörsen schon einen Bart,
wenn sie erscheinen. Fehler fallen schneller auf, weil Agenturticker und Archiv kein Privileg der Journalisten
mehr sind. Auch eingedenk der Tatsache, dass die meisten Internetseiten ihrerseits nur Informationsrecycling betreiben, ist der auf Fakten bezogene Wissensvorsprung der Printmedien wohl für immer verloren.
Umso mehr vermisse ich in den Zeitungen und Magazinen lange Texte, tief schürfende Recherchen, genaue Beschreibungen, das Insistieren auf größere Zusammenhänge. Kurz, alles das, was das Netz der Freiwilligen nicht ersetzen kann.
Leider agieren die wenigsten Zeitungen selbstbewusst in dieser Hinsicht. Im Gegenteil. Immer öfter lassen sie
sich dazu hinreißen, den "elektronischen Feind" zu imitieren, zum Beispiel indem sie über noch ungedrehte
Filme spekulieren ("vielleicht ein Meisterwerk") oder fahrige Texte im Blogstil veröffentlichen. Die Entwicklung erinnert an die Anpassung nach unten im deutschen Fernsehen, nach Einführung der
Privatsender.

Die Bedingungen der Filmkritik

Man schreibt immer "unter Bedingungen". Die der Filmkritik in Deutschland sind schon lange prekär. Um
mit Joe Hembus zu sprechen: Die deutsche Filmkritik kann gar nicht besser sein denn sie steht von allen
Seiten unter Druck. Nach innen, weil die wenigsten Filmkritiker gut leben können von dem Zeilengeld, das sie als freie Autoren erwirtschaften. Weil Filmkritik in den meisten Redaktionen als Störung einer kommerziellen Doppelstrategie gesehen wird, nämlich Anzeigenkunden und Lesern gleichermaßen zu gefallen. Weil Film so populär ist, dass
jeder glaubt, mitschreiben zu können, zum Beispiel der ahnungslose Chefredakteur einer großen
Tageszeitung. Weil das Tages− oder Wochenformat der Medien (und der Kinos) Filme, Themen und Jubiläen diktiert, bis der letzte Funke eigener Impulse vernichtet ist.
Nach außen, weil die deutschen Kinogänger seit jeher auf breite Unterhaltung schwören. Weil
Kinoaktivierung hierzulande fast immer bedeutet: "wichtiges Thema" und nicht "guter Film". Weil es auf dem gesellschaftlichen Parkett, in Politik, Wissenschaft und "Hochkultur", unwichtig ist, ob man das kleine Einmaleins des Kinos kennt. Weil große Verleiher das gewünschte Medienecho bevorzugt über Kontroversen steuern. Weil die Grenzen zwischen Marketing und Gehirnwäsche fließend sind. Und so weiter, und so weiter. Eine Werkstatt der Begriffe Professionelle Online−Journalisten, die es ja auch gibt, sind im Vergleich zu den Papierkollegen meist bescheiden bezahlt. Oft genug ist auch ihr Arbeitsplatz mehr oder weniger virtuell, das heißt, sie schreiben zu Hause. Wenn sie entlassen werden, fällt das gar nicht erst auf. Viele der hochherzigen journalistischen Ideale lassen sich unter diesen Umständen nicht verwirklichen.
Insbesondere mit der Unabhängigkeit gegenüber den Machtpolen der Branche ist es im Filmjournalismus
nicht weit her, egal ob Print oder online. Investigativer Journalismus, der zum Beispiel nach der Realität der Förderung und Subventionspolitik fragt, existiert praktisch nicht.
Eine genaue Auseinandersetzung mit dem Wirtschaften der öffentlich rechtlichen Sender ist so lange die Ausnahme, wie sie nicht die Interessen der Zeitungen als Konkurrenten berührt. Als es kürzlich um die Spielräume ging, die man den Fernsehanstalten online gestatten sollte, war plötzlich allerhand Kritisches zu lesen über ARD und ZDF. Schade, dass der Zusammenhang so durchsichtig war, denn natürlich haben die
Gebührengiganten Kritik verdient.
Aber auch die erste Disziplin der Filmkritik, die ästhetische Analyse, lässt oft zu wünschen übrig.
Besonders die Lektüre der Pressehefte verdirbt einem den Magen für viele Besprechungen, die nicht viel mehr als ein Potpourri vorproduzierter Meinungen zubereiten. Oft vermittelt der Leseeindruck eine Nähe zu Regisseur oder Star, die direkt aus dem Presseheft gepflückt ist. Diese Pressehefte werden nicht umsonst von Kollegen mundgerecht aufbereitet. Jedes übernommene Zitat ist ein Punkt für das Marketing. Auch die dort veröffentlichten Inhaltsangaben werden gerne übernommen. Sind sie fehlerhaft, schleppt sich ein Missverständnis unter Umständen bis ins Filmlexikon weiter. Dieser Lobbyismus ist so erfolgreich, dass er niemandem mehr auffällt. Aber was soll Kritik leisten? Kritik kann und muss verschiedene Horizonte abdecken. Zuallererst ist sie aber eine Werkstatt der Begriffe.
Ich erwarte vom Kritiker Werkzeuge, Denkfiguren, Modelle, mit denen ich mit Filmen oder allgemeiner mit
sozialen und ästhetischen Phänomenen umgehen kann. Natürlich lässt sich im Tagesgeschäft schwerlich eine große Theorie entwickeln, sehr wohl aber können die Zugriffe eines Kritikers unsere Wahrnehmung schärfen. Im besten Fall lernen wir nicht nur einen Film, sondern auch unser Leben neu zu sehen. Das ist viel verlangt,
aber denken wir an die Texte von Serge Daney, Frieda Grafe, Pauline Kael oder François Truffaut, um hier ein paar Klassiker zu nennen, die heute so frisch sind wie je.

Texte statt Bilderfallen
Wo bleibt das Happy End? Ich denke, die "Rettung" kommt tatsächlich von den Lesern, die mittels der neuen Beweglichkeit im Strom des Wissens zur "Direktwahl" übergehen. Nicht mehr die ganze Zeitung ist gefragt, nicht mehr die pauschale Kaufentscheidung, sondern der einzelne, gute Text, der Autor, der genauer hinsieht und das stimmigere Bild findet, wird gelesen. Natürlich wird es immer Zeitungen, Portale, Plattformen geben, die mehr Qualität organisieren können als andere.
Aber auch wenn die unter den Netzablegern der deutschen Tageszeitungen üblichen Bilderfallen ("Geschichte des FKK") die Ergebnisse nach Kräften verzerren: Noch nie gab es eine so direkte Möglichkeit, gutes Schreiben zu belohnen. Noch nie gab es eine so einfache Teilhabe an weltweiten Diskursen. Noch nie gab es so viel enthusiastisches Publizieren als Gegengewicht zum Zynismus der alten Profis.

Das Netz ist, alles in allem, eine große Chance für den Qualitätsjournalismus. Eine Herausforderung. Und ein
Anlass, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen.

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Donnerstag, 30. Oktober 2008
Das Handy findet Einzug in Hessens Schulen
„Dürfen die dann sehen, was wir auf unseren Handys draufhaben?“ Diese halb amüsiert, halb ernst gemeinte Frage bewegte die Schülerinnen und Schüler der 9d der Reichelsheimer Georg-August-Zinn-Schule, als sie das erste Mal erfuhren, dass sie am Projekt „Clip your life“ teilnehmen würden. Anne Schmitt und Mitsch Schulz, zwei Medienreferenten des Instituts für Medienpädagogik und Kommunikation, führten die teilnehmenden Jugendlichen an zwei Tagen in die Traum- und Horrorwelten des Handys ein.

Der Besitz eines Handys, mittlerweile fast eine Selbstverständlichkeit für Heranwachsende, heißt ja nicht automatisch, dass auch die Kompetenz im Umgang mitgekauft wurde.


Im Rahmen eines Testprojekts, das im Auftrag der Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien zunächst an zehn hessischen Schulen durchgeführt wird, konnten die Schülerinnen und Schüler teils mit ihren eigenen Handys, teils per gestelltem Handy Clips nach ihren eigenen Ideen filmisch gestalten. Diese wurden dann unter professioneller Anleitung geschnitten und digital bearbeitet.

Dabei loteten die Teilnehmer gemeinsam die technischen Möglichkeiten und kreativen Chancen aus, die das Handy bietet; genauso standen aber auch die Gefahren des Missbrauchs von Handys im Mittelpunkt. Dazu gehört auch beispielsweise das Übertragen von Filmen mit Gewaltszenen oder das Veröffentlichen von Handyfilmen ohne Wissen und Zustimmung der gefilmten Personen. Nachdem die Teilnehmer am ersten Projekttag in der Gesamtgruppe im Austausch untereinander und mit den Referenten aktiv waren, nutzten sie die restliche Projektzeit, um in Kleingruppen nach ihren eigenen Vorstellungen das Motto „Clip your life“ – soviel wie „Zeig einen Ausschnitt Deines Lebens!“ gestalterisch umzusetzen. Ob da ein Teilnehmer sämtliche zur Verfügung stehende Lautsprecherboxen und Schlagzeugtrommeln des Musikbereichs auftürmte, um seine optische Vision von den tiefen Vibrationen seiner Klangwelt nachzustellen, oder ob die Schule selbst als Kulisse genutzt wurde: Die Schülerinnen und Schüler bannten per Handy ihre Eindrücke und ihre Umgebung in kurze Filmspots und ließen so „ihre Clips“ entstehen. Am Laptop bearbeitet und auf CD gebrannt dokumentieren sie, was die Jugendlichen momentan bewegt.

Dass das Konzept des Projekts dabei immer auf die jeweils teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zugeschnitten werden muss, haben die Reaktionen an der Georg-August-Zinn-Schule gezeigt.

Es wird spannend sein zu verfolgen, inwieweit sich die Erfahrungen an weiteren Testschulen gleichen oder doch völlig voneinander unterscheiden.

Gefunden unter: http://www.muk-hessen.de/blog/

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Theaterpädagogik
"Die Theaterpädagogik ist eine eigenständige Disziplin, die sich zwischen den Bereichen Theater und Pädagogik bewegt. Als einer ihrer Väter gilt Hans-Wolfgang Nickel (* 1933), Gründer der Berliner Lehrerbühne (1959), der nach Aufbau des Faches Schultheater an der Pädagogische Hochschule seit 1974 als Professor für Spiel- und Theaterpädagogik tätig ist und zahlreiche Publikationen zum Thema veröffentlicht hat."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Theaterp%C3%A4dagogik

Homepage Bundesverband:
http://www.butinfo.de/

Möglichkeiten der Ausbildung:

Theaterwerkstatt Heidelberg:
Studiendauer: 1 Jahr Vollzeitunterricht mit 1.700 Unterrichtsstunden
Qualifikation: Abschlusszeugnis »Theaterpädagoge/in BuT«
http://www.theaterwerkstatt-heidelberg.de/theaterpaedagogische-akademie.php

Akademie Stuttgart:
Studiendauer: 4 Jahre
Staatlich anerkannter Theaterpädagoge/in BuT
http://www.akademie-stuttgart.com/index.php/theaterpaedagogik.html

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Verdrehte Buchstaben
Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige was wcthiig ist, ist daß der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn
Pstoiion snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sien, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems. Ehct ksras! Das ghet wicklirh!

Gefunden bei:

http://www.miaweb.de/miawiki/CoMa.php?CoMa=VerdrehteBuchstaben

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Am Zahn der Zeit - Zur Problematik der Medienarbeit in der Jugendarbeit
Ein alltägliches Phänomen und berühmtes Beispiel verdeutlicht eine Problematik mit der sich auch der Sozialpädagoge auseinandersetzen muss, bevor er sich gemeinsam mit Jugendlichen mit den sogenannten neuen Medien, sagen wir dem Web 2.0, auseinandersetzt.

Das Internet hat in den vergangenen Jahren eine ungeahnte Dynamik entwickelt und ist in seinen vielen Facetten kaum noch durchschaubar. Auch die Bundesregierung hat dies gemerkt und bemüht sich seit Jahren darum, illegale Aktivitäten, welche selbstredend mit den tollen neuen Möglichkeiten einhergehen, einzudämmen.

Ständig versucht sie, Sicherheitslücken zu durchschauen und dem illegalen Treiben ein Ende zu bereiten. Dabei hat sie ebenso wie alle Softwareentwickler, ein Problem: Der User ist schneller! Kaum schließt sich eine Sicherheitslücke, tut sich eine andere auf. Kaum wird eine illegale Internetseite geschlossen, macht ein gewiefter User eine andere auf.

Dieses Phänomen erscheint logisch. Ist es doch ein unfairer Kampf. Eins gegen 1 Million. Oder sollte man besser sagen einer gegen die Welt?

Was also tun? Man ist geschickt! Man zieht eben diese gefährlichen Leute auf seine Seite. Man bezahlt sie gut und lässt sie das bekämpfen, was sie früher verbrochen haben. Nicht schlecht!

Doch was hat das mit Jugendarbeit zu tun? Erst mal nichts, abgesehen davon, dass man sich dem Potential des Web 2.0 im positiven wie im negativen Sinne bewusst sein muss. Einen verantwortlichen Umgang damit zu vermitteln, ist sicherlich unerlässlich.

Doch da ist noch ein anderer wichtiger Aspekt. Jeder, der mit Jugendlichen das Web 2.0 erfahren möchte, muss sich einer Sache bewusst sein. Mindestens einer weiß mehr als man selbst. Junge Menschen werden in das Web 2.0 hineingeboren. Sie erlernen es nicht, wie es der Pädagoge mühsam tut, sie sind "Natives". Eingeborene.

Dieser Tatsache muss man sich stets bewusst sein. Der Anspruch, einen garantierten Wissensvorsprung zu haben, wie es der Lehrer oder Pädagoge im Allgemeinen gewohnt ist, ist im Bereich neue Medien nicht haltbar.

Daher bedarf es einer speziellen, offenen Einstellung. "Ich zeig dir was ich weiß und du zeigst mir, was du weißt!" Dies bedarf einer ständigen Flexibilität und einem gewissen Selbstbewusstsein. Wer sich angegriffen fühlt, weil der Jugendliche mehr weiß, scheitert.

Ist man sich dieser Sache bewusst, ist hingegen eine wunderbare moderne Art des Lernens, nämlich eine die auf Gegenseitigkeit beruht, möglich. Gemeinsam mit den Jugendlichen lernen, anstatt ihnen etwas aufzudrücken. Jeder profitiert vom anderen. Ein Wissensautausch auf Augenhöhe. Nichts bedrohliches, sondern eine schöne Vorstellung!

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Wandel der Jugendsexualität
Hey,
is vielleicht unter dem Aspekt Fluch und Segen des Web 2.0 zu verstehen, aber wie denkt ihr über den ( möglichen) Wandel der Jugendsexulaität durch den den (fast) unbegrenzten Zugang zu Pornographie im Netz?

Wird wohl ein Thema in einer Beck Veranstaltung sein.

Ich hab da vor ca. einem 1/2 Jahr auf Arte was dazu gesehen, war ganz interessant.

Auch auf der letzten Buchmesse hatte ich ein Buch in der Hand: "Deutschlands Sexuelle Tragödie"von Arche, einem Christlichen Kinder-und Jugendhilfeverein aus Berlin,das sich u.a. mit diesem Thema befasst hat.
http://www.kinderprojekt-arche.de/arche.htm
Ist sicherlich etwas polemisch geschrieben, war zumindest mein Eindruck beim Querlesen, aber durchaus interessant.

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Samstag, 12. April 2008
Hallo!
Guckt Ihr hier noch rein? Ich fand es ganz lustig eben. Dachte ich könnte mich gar nicht mehr einloggen, da wir ja im Januar das letzte Mal zusammensaßen.
Wie gehts Euch denn?
Sicher im "Bachelorarbeitsstress", oder?

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Dienstag, 15. Januar 2008
Psychoanalytische Kunsttherapie
Hier die Seiten der "APAKT Hamburg" (Arbeitsgemeinschaft für psychoanalytische Kunsttherapie). Sehr ausführlich, informativ und übersichtlich werden hier u.a. die Verbindung zwischen Psychoanalyse und Kunsttherapie, wie auch Methoden und Prozesse vorgestellt.

http://www.apakt.de/seiten/kunsttherapie/ktmain.php

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Dienstag, 8. Januar 2008
Buchtipps!!!





Buchtipps stammen von der Internetseite der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

http://www.kunsttherapie-berlin.de

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Kunst und interkulturelles Lernen..


Pachamama – Globales Lernen im Dialog mit Kunst und Natur



Was bedeutet „pachamama“?

Pachamama (Mutter Erde) ist eine Figur aus einem indianischen Schöpfungsmythos. Sie symbolisiert die Kraft des Lebens, ist die Quelle alles Lebendigen. „Pachamama ist die alles durchziehende Energie, die Kraft, die alles Leben hervorbringt.“ Sie ist „die Mutter aller Lebewesen und Dinge“, somit auch die Mutter aller Menschen (S. 84). In diesem Projekt entstand ein überdimensionales Abbild der pachamama aus Erde, Grassoden, Steinen, Lehm, Zweigen, Baumstämmen und Muscheln.







Projektidee/Projektziel

Das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Schortens e.V. bietet seit 1993 Umweltbildung für Schulklassen an. Trotz positiver Resonanz seitens der Gruppen, die die Angebote des RUZ Schortens nutzen, bleiben Fragen bezüglich der Wirkung auf das Umwelthandeln des Einzelnen offen: Ob und wie können gewonnene Einstellungen und Werte als Grundlage des individuellen Handelns nachhaltig emotional verankert werden? „Wie gestaltet man Bildungsarbeit, die die aktive Teilhabe der SchülerInnen an der zukünftigen Gestaltung ihres eigenen Lebensumfeldes zum Ziel hat? Und wie öffnet man darüber hinaus den Blick für globale Zusammenhänge in diesen konkreten Lebenssituationen?“ (S. 41). Um diesen Fragen näher zu kommen, suchten die Mitarbeiter des RUZ Schortens Unterstützung durch Fachleute aus dem Bereich des Globalen Lernens. Seit längerer Zeit arbeitet das Zentrum mit der Arbeitsstelle Weltbilder, einer Einrichtung für interkulturelles Lernen, zusammen. Das beschriebene Projekt entstand im Rahmen dieser Kooperation.



Die pachamama ist „ein erstes künstlerisches Beispiel, das Zusammenhänge zwischen Umwelt und Entwicklung konkret werden lässt und dabei die bisherigen Erfahrungen der Umweltbildung um internationale Aspekte erweitert“ (S. 7). Bewusstheit gegenüber den eigenen Lebensformen und Vorstellungen, Respekt vor den Lebensformen anderer sowie die Erkenntnis, dass unsere Art zu leben untrennbar verbunden ist mit den Lebensmöglichkeiten anderer Völker, ist das Ziel dieses Projekts.



Methoden

Dazu sollten mit künstlerischen Mitteln im Klosterpark des RUZ Schortens drei Dinge zusammengebracht werden, die räumlich getrennt sind: die indianische Sicht/Erfahrung von

Natur, die ungarische und die deutsche Sicht/Erfahrung derselben. Zusammen mit dem kolumbianischen Künstler Jorge Hidalgo und den ungarischen und deutschen SchülerInnen wurde die Erdskulptur und andere figürliche Kunstwerke geschaffen. „Die gemeinsame künstlerische Arbeit ist hier die Methode, um gedanklich und gefühlsmäßig die bisher getrennt wahrgenommenen Sichtweisen von Natur und Umwelt in verschiedenen Kulturen miteinander zu verbinden.“ (S. 76)

Durch eine intensive Vorbereitung wurde gleichzeitig der Blick auf die eigenen Füße ermöglicht: „alle SchülerInnen sind vorher auf die eigene Spurensuche gegangen, haben vergangene, aktuelle und eigene Vorstellungen von Natur und Umwelt recherchiert.“ Sie haben Eltern und Großeltern befragt, Märchen und Bräuche gesammelt und Veränderungen und Zerstörungen von Natur festgestellt. „Bevor sie dem fremden begegneten, wollten wir, dass sie das Eigene kennen. Wir wollten ja kein Projekt machen, in dem Exotik oder Indianerromantik Platz haben, sondern eines, das eine ständige Wechselbeziehung zwischen Eigenem und Fremden zulässt und aus dieser Spannung heraus Neugier und Interesse weckt.“ (S. 44)



Erlebnisse und Erfahrungen aus der Praxis

An jedem morgen haben sich alle Beteiligten in einem Zelt versammelt. Jorge Hidalgo hat über geschichtliche Ereignisse und Lebensweisen indianischer Völker berichtet, hat Musikinstrumente gezeigt und darauf gespielt. Er hat Bilder aus seiner Heimat gezeigt. In dieser Runde erhielt auch jeder Jugendliche die Möglichkeit, seine Recherchen zu präsentieren. Bevor es dann an die praktische Arbeit ging, tanzten alle gemeinsam einen Kreistanz: „Die einfachen Bewegungen in den Tänzen dienen dazu, die Energie von Mutter Erde zu verstärken“ (Jorge Hidalgo), (S. 69). Durch die Erzählungen Hidalgos, den Austausch der eigenen Erfahrungen und insbesondere durch die Arbeit mit Händen, Spaten und Schippe an der Erdskulptur, veränderte sich auch etwas im Denken und Tun der SchülerInnen. Sie dachten intensiv über ihr eigenes Verhältnis zur Natur nach und realisierten kleine Veränderungen. „Manche haben zum ersten Mal die Augen dafür geöffnet, dass es ganz unterschiedliche Bäume gibt… Dass Bäume unsere Brüder sind, wie die indianische Sichtweise vermittelt, war vielfach ein neuer und bisweilen auch komischer Gedanke. Und doch hat er berührt: ‚Wenn Bäume unsere Brüder sind, dann ist das Wort Umwelt ja falsch, denn dann tun wir so, als hätten wir Menschen nichts damit zu tun, was um uns herum ist.‘ “ (S. 46)



„Ich lerne hier, wie wichtig die Natur ist und das wir endlich mit ihr zusammenleben müssen.“ (ebd.).



„Viele Schüler haben überhaupt wieder einen Bezug zur Natur bekommen. Zuerst mochten sie gar nicht die Erde anfassen, weil sie sich nicht ‚dreckig‘ machen wollten.“ (ebd.)



„Es scheint, als wenn in diesem Projekt viele Jugendliche erste intensive Naturerfahrungen machen. Über ihr Interesse an der Kultur der indianischen Völker haben sie sozusagen ganz nebenbei elementare Erfahrungen mit Erde, Lehm und Gras gemacht.“ (Buch S. 77)



Organisatorisches/Finanzen

Das RUZ Schortens erhielt finanzielle Unterstützung für den Bau der Skulptur (Materialien) von der Niedersächsischen Bingo Lotterie; für das Austauschprojekt (Ungarn) von der Robert-Bosch-Stiftung und den internationalen Förderprogrammen der Gemeinde Schortens und des Landkreises Frieslands. Für die Buchdokumentation erhielt die Arbeitsstelle Weltbilder finanzielle Unterstützung vom „Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“.



Das Buch

zum Projekt

Elisabeth Marie Mars,

Uwe Fahrenholz (Hrsg.):

„pachamama – Globales

Lernen im Dialog mit

Kunst und Natur “;

Horlemann Verlag,2000

ISBN 3-89502-120-2,

Preis:24,80 DM.



Das Buch enthält eine anregende Mischung aus Fachbeiträgen zum Globalen Lernen,zur Umweltbildung und zur Bildung eine nachhaltige Entwicklung sowie die Projektdokumentation mit zahlreichen Farbfotos.(Die Zitate und Fotos in dieser Projektdarstellung sind dem Buch entnommen)



Arbeitsstelle Weltbilder

Südstr.71 b

48153 Münster

Tel:02 51 /7 20 09

Fax:02 51 /7 99 78

e-mail:info@arbeitsstelle-weltbilder.de

Ansprechpartnerin:Elisabeth Marie Mars

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Ausbildung zum Kunstpädagogen/in
Ausbildung Kunstpädagoge/-pädagogin (Uni)
Ausbildung Kunstpädagoge/-pädagogin (Uni)
Kunstpädagogen und -pädagoginnen sind Kunstvermittler, die wissenschaftliche, künstlerische, didaktische und kunstorganisatorische Aufgaben wahrnehmen können. In Bereichen wie Malerei, Fotografie, Video, Objektbau, Skulptur und Performance konzipieren und organisieren sie kunst- und freizeitpädagogische Aktivitäten, entwickeln didaktische Konzepte und entsprechende Projekte z.B. für Kinder, Jugendliche, Senioren oder ausländische Mitbürger.

So erarbeiten sie beispielsweise Führungen durch Galerien und vermitteln Jugendlichen, Erwachsenen und Kindern künstlerisch-ästhetische Sachverhalte und Erfahrungen. Darüber hinaus organisieren sie Workshops, in denen sie die Teilnehmer/innen zum eigenen künstlerischen Ausdruck anregen.

In der Forschung beschäftigen sich Kunstpädagogen und -pädagoginnen beispielsweise mit dem Bildungsanspruch von Kulturarbeit und beschreiben das didaktische Vorgehen in der Kunstpädagogik sowie die unterschiedlichen Anforderungen an Methodik und Pädagogik je nach Teilnehmergruppe. Sind sie in der künstlerischen Produktion tätig, entwickeln und betreuen sie Beiträge für Film- und Tonstudios, für Hörfunk und Fernsehen oder für Printmedien. Im kunstorganisatorischen Bereich verantworten sie zumeist neben der inhaltlichen Planung auch das Budget, Werbemaßnahmen und Konzepte für die Öffentlichkeitsarbeit.


Berufsbild Kunstpädagoge/-pädagogin (Uni)
Kunstpädagogik bzw. Kunsterziehung sind Hochschulstudiengänge, die an Universitäten angeboten werden.

In der Regel sind sie Magister-, an wenigen Hochschulen Diplomstudiengänge. Zunehmend gibt es Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschluss.

Kunstpädagogik bzw. Kunsterziehung können auch als Unterrichtsfächer im Rahmen von Lehramtsstudiengängen studiert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Kunstpädagogik im Rahmen eines Studiums der Malerei oder der Bildhauerei als Studienrichtung zu wählen.

Die Regelstudienzeit in Diplom- und Magisterstudiengängen beträgt 9 Semester (gemäß den allgemeinen Bestimmungen für Magisterprüfungsordnungen der KMK). Bachelorstudiengänge sind auf eine Studiendauer von 6 Semestern, Masterstudiengänge auf eine Studiendauer von 4 Semestern ausgelegt. In Lehramtsstudiengängen für Sonderschulen ist die Regelstudienzeit 8 Semester, für Grund- und Realschulen 7 Semester und für Gymnasien 11 Semester.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus dem Prüfungsjahr 2004 lag die tatsächliche Fachstudiendauer in Magisterstudiengängen des Studienbereichs Kunstwissenschaft, dem die Kunstpädagogik zugeordnet werden kann, bei durchschnittlich 13,2 Fachsemestern. In Bachelorstudiengängen der Kunstwissenschaft reichten durchschnittlich 6,9 und in Masterstudiengängen 5,1 Fachsemester bis zum Abschluss. Die durchschnittliche Fachstudiendauer in Lehramtsstudiengängen für Sonderschulen war 10,1 Semester, für Grundschulen 9,1, für Realschulen 9,8 und für Gymnasien 12,2 Semester.

Quelle - BERUFEnet – ein Angebot der Bundesagentur für Arbeit.
Eine gewerbliche Nutzung ist nicht gestattet.
Impressum | Ausbildung ©07 Jumpforward

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Wow!!!!!das kann man also auch machen!!!!!!
Erster Masterstudiengang "Kunsttherapie" in Deutschland

07.10.2004 - (idw) Kunsthochschule Berlin-Weißensee - Hochschule für Gestaltung

Der erste Masterstudiengang für Kunsttherapie in Deutschland wird zum 1. April 2005 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee angeboten. Es handelt sich um einen dreijährigen gebührenpflichtigen, berufsbegleitenden Teilzeitstudiengang.

Der erste Masterstudiengang für Kunsttherapie in Deutschland wird zum 1. April 2005 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee angeboten. Grundlage ist eine Kooperation zwischen Kunsthochschule und Kunsttherapie Berlin, Kolleg für Weiterbildung und Forschung, das an der Park-Klinik Weißensee angesiedelt ist. Hier konnten Absolventen bisher nach einem dreijährigen Studium mit dem "Art Psychotherapy Diploma" des Goldsmiths College der Londoner Universität abschließen. Zukünftig erwerben sie einen Master of Arts in Art Therapy (M.A. Art Therapy) und verbessern mit diesem hochrangigen Studienabschluss im Rahmen der Vereinheitlichung der Studienabschlüsse in Europa ihre Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt.

Der dreijährige berufsbegleitende Teilzeitstudiengang ist interdisziplinär und praxisbezogen angelegt. Theoriephasen, Berufspraktika und künstlerische Selbsterfahrung wechseln sich ab. Durch die Kooperation zwischen Kunsthochschule Berlin-Weißensee und dem aufgrund einer Initiative der Park-Klinik Weißensee gegründeten gemeinnützigen Kolleg für Kunsttherapie kommt die Kunsthochschule verstärkt ihrem Weiterbildungsauftrag nach, gleichzeitig wird der Studiengang nachhaltig im Berliner Hochschulwesen verankert.

Zulassungsvoraussetzungen sind neben einem Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss künstlerische Eignung, die in einer Prüfung festgestellt wird, und Arbeitserfahrung im psycho-sozialen Bereich. Das Studium ist gebührenpflichtig, die Bewerbungsfrist für das nächste Studienjahr endet am 29. Oktober 2004.

Informationen und Zulassungsbedingungen unter:
http://www.kunsttherapie-berlin.de

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Dienstag, 18. Dezember 2007
Kunst und Sozialpädagogik
Ergebnisse, Folgerungen

Schaut man sich, exemplarisch für andere, das Werk von Alberto Giacometti aus der Position einer Sozialarbeiterin, eines Sozialarbeiters und mit Blick auf die Praxis von Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Soziokulturelle Animation, Sozialbegleitung usw. an, so ergeben sich einige (vorläufige) Ergebnisse, die Folgerungen für eine Weiterarbeit zum Thema «Kunst und Soziale Arbeit» zulassen. – Siehe dazu auch: Katharina Gerber-Eggimann: Soziale Arbeit als Kunst?, SozialAktuell, 3/2000. Es sind dies folgende Stichworte:

* Kunst handelt vom Menschen und damit immer auch von der Sozialen Arbeit.
* Bilder sprechen unmittelbar an und beeinflussen das Verhalten der Gesellschaft.
* Kunst erzeugt Bilder, die mehrdeutig, Wissenschaft Daten, die eindeutig sind.
* In der Kunst kann man «probehandelnd» Situationen des Lebens vorweg nehmen.
* Kunst kann das lineare Denken durch ein anderes ergänzen.
* Kunst funktioniert vornehmlich assoziativ, emotional, zyklisch, lateral, rechts hemisphärisch.
* Die Sozialen Arbeit gewinnt durch eine Vernetzung mit der Kunst Tiefe.
* Soziale Arbeit ist vermehrt auch im Bezug zur Kultur zu sehen.
* Künstler erbringen andere Kenntnisse als Wissenschaftler über die Soziale Arbeit.
* Innovationen auch über die Soziale Arbeit gewinnen wir vor allem in der Kunst.
* Das «Paradigma der Kunst» ergänzt das «Paradigma der Wissenschaft».
* Mit dem Ernstnehmen der Kunst für die Soziale Arbeit stehen wir erst am Anfang.


Hanspeter Stalder
http://www.hanspeter.stalder.ch

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Kunst mit Demenzerkrankten...
hand1 Willkommen!



Artecura "Projekt mit Portraits" zeigt Ihnen Experimentelle Kunst als Aussageform im Kontext problematischer sozialer Themen, hier mit alten und demenziell erkrankten Menschen. mehr



zu den Bildern


zu den Zeichnungen


Artecura "on tour"

hand2 Artecura in Theorie und Praxis

Ausstellung



Die kunsttherapeutischen Projekte finden als Kunstevents an Seniorenheimen statt. Erfahren Sie mehr auf dieser und den nächsten Seiten!

sprich


hand4 Wir kommen zu Ihnen!



Artecura - Projekte können in ganz Deutschland stattfinden. Hier sehen Sie in den vorgesehenen Links Auszüge aus Presse und Publikationen. mehr



Galerie

hand5 Kontakt

zur Person



Für individuelle Anfragen sind wir jederzeit per email erreichbar.

Impressum

Claudia Büeler







Der künstlerische Diaolg als kreativer Zugang zu Menschen, die an Demenz erkrankt sind

Ausstellung
Mit den künstlerischen Aktionen an sozialen Einrichtungen in ganz Deutschland, insbesondere mit „Artecura Projekt mit Portraits“, sucht C. Bueler im Sinne der experimentellen Kunst in außergewöhnlichen gesellschaftlichen Gruppen (z.B. demente Menschen) ein Medium für ihre künstlerische Aussageform. Gestaltungsprozess und schöpferisches Resultat sind im dialogischen Kontext zu verstehen. Im Brennpunkt steht die Kommunikation von und mit dementiell erkrankten Menschen. Die Aktion gibt wertvolle Hinweise zur Aufklärung über und Umgang mit dem Krankheitsbild und trägt durch ihre vielseitige Anschaulichkeit in Wort und Bild zur Verständigung mit den kranken Menschen bei. top




Die Aussagekraft des individuellen Bildes sagt uns etwas über die Wahrnehmungs- und Umsetzungsfähigkeit, über Assoziationen und Emotionen der malenden Person. Während des Prozesses kommt es häufig zu Biografie- und Familienarbeit.

Zusammen ergeben die Bilder ein unverwechselbares soziales Gesamtbild. Vor dem Hintergrund Kunsttherapie haben sie das Potential, Einblicke in die Verständnisfähigkeit der malenden alten und kranken Menschen zu gewähren.
Biografiearbeit Familienarbeit



In fast jeder Einrichtung ist das "Projekt mit Portraits" praktizierbar!

Dialog

"Artecura Projekt mit Portraits" ist ein Kunstprojekt in zwei Arbeitswochen (Zeichnen und "offenes Atelier") mit anschließendem öffentlichkeitswirksamem Event. Termine können flexibel gestaltet werden.

Infoabende, Vorträge und Teambesprechungen über den künstlerisch-kreativen und fachlichen Hintergrund können individuell gebucht werden. Gerne informieren wir Sie auf Anfrage über die organisatorischen Einzelheiten unserer Projekte. top

Interaktive Präsentation

Die Kunstevents zeichnen sich durch interaktive Präsentationen und fachlich fundierte Kurzvorträge aus, zu denen Mitmenschen der Bewohner und Öffentlichkeit herzlich eingeladen sind.

Das Magazin "Artecura-Lesezeit" veranschaulicht Hintergründe des künstlerisch-kreativen Projekts. Es wird für jede Präsentation individuell geschrieben und beinhaltet sachliche Texte sowie Anekdoten, Gedichte oder Zitate und Beiträge vonInteressierten. Aktuelle Beispiele finden Sie auf dieser webpage durch Anklicken des Links „Artecura-Lesezeit“ . top


























http://www.artecura.de/Startseiten/projektbeschreibung.html

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Wissenswertes über Kunsttherapie
Der Begriff "Kunsttherapie" wurde aus dem engl. „art therapy“ übertragen. Er hat sich als feststehender Begriff in Europa etabliert.

Die Kunsttherapie öffnete ein neues Berufsfeld für Künstler. Im Mittelpunkt der Therapie steht die bildnerisch-künstlerische Auseinandersetzung mit dem ästhetischen Objekt in einer triadischen Übertragunsgbeziehung: ästehtisches Objekt - KlientIn - TherapeutIn. Die Bearbeitung des ästhetischen Objekts kann auch auf Grundlage der Psychoanalyse, der Humanistischen Psychologie, der Verhaltenstherapie oder der Systemischen Therapie erfolgen.

In der Regel sind Kunsttherapeuten aber psychodynamisch orientiert. Sie sehen im Bild – analog zum Traum – einen Weg zum Unbewussten. Das Übertragungsgeschehen und Gegenübertragungen werden berücksichtigt.

Weniger moderne Konzepte der Psychoanalyse, wie die Dominanz sexueller Strebungen oder der Kastrationskomplex (Ödipuskomplex), werden dagegen kaum aufgenommen. Daher ist die kunsttherapeutische Praxis oft eine reduzierte Populärform der Psychoanalyse.

Kunsttherapeuten sollten Kenntnisse über Farbsymbolik und kulturelle Bildmetaphern und Konventionen haben.

Die Kunsttherapie wird nach der Herkunft von Karl-Heinz Menzen in den Grundlagen der Kunsttherapie folgend differenziert:

* kunstpsychologischer Ansatz
* kunstpädagogischer Ansatz
* ergotherapeutischer Ansatz in der Psychiatrie
* heilpädagogisch-rehabilitativer Ansatz
* kreativ- und gestaltungstherapeutischer Ansatz
* tiefenpsychologischer Ansatz

Der kunstpsychologische Ansatz:
die Kunstpsychologie beschäftig sich mit produktiven, reproduktiven und rezeptiven Äußerungen der Kunst, so sie emotionale, affektive oder andere sinnliche Wahrnehmungen verursachen.

Der kunstpädagogische Ansatz :
der Kunsttherapie findet seine frühen theoretischen Anfänge bereits bei Friedrich Schiller, der für eine ästhetische und damit auch moralische Erziehung des Menschen eintritt. Später wird diese ästhetische Erziehung in großen Einrichtungen institutionalisiert. Kunstpädagogik und Zeichnen wird zum Erziehungsmittel.

Der ergotherapeutische Ansatz in der Psychiatrie:
Es spielen Dynamik und Auseinandersetzung während des Arbeitsprozesses mit dem Werkstück eine wichtige Rolle. Weiterhin wird weniger gewertet und dem Menschen/psychisch Kranken, der Raum gegeben, sich auszutauschen und nur soviel Preiszugeben wie er es möchte oder für richtig hält.

Die ersten Ansätze der Kunsttherapie stammen bereits aus der frühen heilpädagogischen Arbeit von Jan-Daniel Georgens und Heinrich Marianus Deinhardt an der 1854 gegründeten Heilpflege- und Erziehungsanstalt Levana in Baden bei Wien.

Eine psychoanalytisch orientierte „Theatertherapie“, das Psychodrama, hat Jacob Levy Moreno als gruppentherapie bereits am beginn des 20 Jh. entwickelt.Carl Gustav Jung gilt als einer der Gründerväter der Maltherapie. Er glaubte, der Traum sei energetisch zu schwach und komme nur entstellt in das Bewusstsein. Der Therapeut solle sich stattdessen als Grundlage seiner Deutung eher auf spontane Gesten, auf spontanen Tanz oder andere Gestaltungen des Klienten stützen, in denen das Unbewusste klarer zum Ausdruck kommt (in: „Die transzendente Funktion“). Heute steht hier der psychodynamische Ansatz im Vordergrund, der die Deutung der Übertragungs-Gegenübertragungsbeziehung auf die Trias KlientIn-TherapeutIn-Ästhetisches Obejekt bezieht.

Daneben steht die Anthroposophische Kunsttherapie. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Zusammenarbeit mit Rudolf Steiner der Anthroposophischen Medizin, der Heilpädagogik und der Sozialtherapie entwickelt.

Die Kunsttherapie wurden von Edith Kramer mit ihrem Buch "Kunst als Therapie mit Kindern in Europa" bekannt gemacht.

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